IQ-Plenum auf der Huysburg - Zeit für Reflexion und Ausblicke
Wenn es so grundsätzlich „zur Sache geht", hat das den Namen Klausurtagung verdient. Zahlreiche Träger und Akteure kamen deshalb auf die Huysburg und machten das landesweite Netzwerk erlebbar - das seit vielen Jahr von der Caritas im Bistum Magdeburg koordiniert wird. Das gemeinsame Ziel: Bessere Chancen für Menschen mit Einwanderungsgeschichte auf dem Arbeitsmarkt. Und deshalb gehören zu den zentralen Aufgabenfeldern des Netzwerks die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Qualifizierungsangebote für Fachkräfte, ebenso die Fachkräftegewinnung sowie diverse Beratungsangebote für Unternehmen. Dies in allen Regionen Sachsen-Anhalts, gebündelt in einem Netzwerk, das die Effizienz und das „Hand-in-Hand-arbeiten" beflügelt.
Warum die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse eine zentrale Rolle spielt, wissen die Mitarbeitenden der Caritas im Bistum Magdeburg ganz besonders. Sie sind langerprobte Expertinnen und Experten für die Anerkennungsberatung, bieten diese aktuell im Norden und Westen von Sachsen-Anhalt an. Dazu kommt ein spezielles Qualifizierungsangebot für Zugewanderte mit Abschlüssen in Gesundheitsfachberufen und akademischen Heilberufen. So leistet die Caritas einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und eröffnet mit ihrer Beratung qualifizierten Zugewanderten neue berufliche Perspektiven.
Es gehört zum Wesen von Klausurtagungen, sich gegenseitig Auskunft zu geben über den aktuellen Stand der Arbeit, über Herausforderungen und Hürden ins Gespräch zu kommen, künftige Anforderungen zu identifizieren und Szenarien für die kommenden Jahre zu entwerfen. So auch auf der Huysburg: Künftige Netzwerk-Potenziale wurden aufgespürt, Kompetenzen abgeglichen, gemeinsame Perspektiven entwickelt. Dazu ein intensiver Blick auf die Zusammenarbeit mit Arbeitsverwaltung, Bildungsträgern und weiteren auf Landesebene tätigen Organisationen und Institutionen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wussten: Diese Tagung bietet uns die Möglichkeit für einen umfassenden Wissenstransfer - und das ist die wesentliche Grundlage für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit.
Moderatoren-Duo: Dr. Thomas Kauer und Liane Nörenberg, die IQ-Landeskoordinatoren
Was (auch) die Arbeit am Detail mit sich bringt: Geht es um die Kostenübernahmen bei Anerkennungsverfahren, werden die Wege oft verschlungen. Oder: Wo liegen die Chancen und Grenzen digitaler Beratungsformate? Und: Sind die neu kreierten IQ Cafés das geeignete niedrigschwellige Format, um Ratsuchende zu interessieren und zu gewinnen?
Zwei Juni-Tage auf der Huysburg, die deutlich machten: Das IQ Netzwerk Sachsen Anhalt basiert auf einer starken Zusammenarbeit seiner Partner und wird auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung sowie zur nachhaltigen Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten in Sachsen Anhalt leisten.