
Halle und Bitterfeld-Wolfen - dies sind die beiden Städte, in denen Julia Kallos Migratinnen zur Seite steht, die ihren Weg auf dem Arbeitsmarkt gehen wollen. Mit dem „ASAMi-Angebot", so sagt sie, „erleben wir tagtäglich, mit welch hoher Motivation sich diese Frauen etablieren wollen, deshalb die deutsche Sprache lernen und die angebotene Hilfe annehmen."
Dabei ist, so sagt Julia Kallos, „unser Aufgabenfeld breit gesteckt - wir führen persönliche Gespräche, die kaum etwas aussparen. Zugleich geht es, ganz praktisch, um das Schreiben von Mails und Bewerbungen. Also: Strategie und Details." Und: „Die Resonanz auf unser Beratungsangebot reißt nicht ab. Viele unserer Klientinnen sind dabei zwischen 25 und 45 Jahren alt, haben einen Aufenthaltstitel und kommen u. a. aus Afrika und Europa, aus Afghanistan und Syrien."
Damit ASAMi erfolgreich ist, pflegt man, so Julia Kallos, ständig „Netzwerk und Kooperation". Der Kontakt zu den Job-Centern in Halle und Bitterfeld-Wolfen ist sehr eng, ebenso zu anderen Beratungsdiensten wie die „Gesonderte Beratung und Betreuung" und die „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer" - oder auch, kurz gesagt, gBB und MBE.
Eines erfordert „beharrliches Werben" - dass Arbeitgeber und Unternehmen „unseren Klientinnen ein Chance geben. Dieses Feld beackern wir permanent." Damit das Wirklichkeit wird, was Julia Kallos anhand eines Beispiels so beschreibt: „Ich habe eine Frau aus Afghanistan vor Augen, die 2024 zu uns kam, in ihrem Heimatland fünf Jahre lang die Schule besucht hatte, hier mehrere Kurse absolvierte, den Hauptschulabschluss schaffte und nun auf dem Weg in eine zahnmedizinische Ausbildung ist."

Alles über die Aufgaben und Angebote der „Anlauf- und Servicestelle für die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen in Sachsen-Anhalt", kurz ASAMi genannt, hier: https://www.caritas-bistum-magdeburg.de/hilfe-beratung/migration-integration/bildung-arbeit/frauen-mit-migrationsgeschichte/anlauf-servicestelle-arbeitsmarktintegration
Alles rund um die LIGA-Aktionswochen im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6.9.2026 hier: www.menschlichkeitwaehlen.de
Hintergrund
Zur LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt gehören sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Land Sachsen-Anhalt:
- Arbeiterwohlfahrt (AWO) Sachsen-Anhalt - www.awo-sachsenanhalt.de
- Caritasverband für das Bistum Magdeburg - www.caritas-bistum-magdeburg.de
- Der Paritätische Sachsen-Anhalt - www.paritaet-lsa.de
- Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Landesverband Sachsen-Anhalt - www.sachsen-anhalt.drk.de
- Diakonie Mitteldeutschland - www.diakonie-mitteldeutschland.de
- Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt - www.lv-sachsen-anhalt.de
Gemeinsam vertreten diese Verbände mehrere tausend soziale Einrichtungen und Dienste im Land - von Pflegeheimen, Beratungsstellen und Krankenhäusern über Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen bis hin zu Angeboten für Menschen mit Behinderungen, Migrantinnen und Migranten sowie ehrenamtlichem Engagement. Nach Angaben der LIGA engagieren sich unter ihrem Dach rund 30.000 Ehrenamtliche und mehr als 65.000 hauptamtliche Mitarbeitende in über 3.600 Einrichtungen und Diensten in Sachsen-Anhalt.